Brave New Work

30.08.18 von Steffi

Brave New Work

So verändert sich der Arbeitsplatz in der Zukunft

Die rasanten Entwicklungen in der Technologie sind mittlerweile wohl Teil eines jeden Alltags. Besonders einschneidend sind die Veränderungen, die sie für den Arbeitsplatz mit sich bringen. Es ergeben sich neue Anforderungen an Unternehmen, Mitarbeiter sowie Arbeitplatz- und Arbeitszeitmodelle. Unter dem Begriff New Work fassen sich diese neuen Konzepte zusammen.

mobiles Arbeiten im Café

Open Space Offices und flexible Arbeitszeitmodelle

Open Space Offices bedeutet: Offene Büros ohne Wände, dafür mit gemütlichen Sesseln, Wohlfühlatmosphäre und freier Schreibtischwahl. Mitarbeiter die im Außendienst tätig sind oder das bereits verbreitetere Konzept des Home Office in Anspruch nehmen, werden nicht mehr eingeplant. Durch neue Technologien sind die Mitarbeiter von jedem Ort miteinander verknüpft und können auf gemeinsame Datenbanken zugreifen. Auch arbeitszeitliche Freiheiten werden immer öfter erteilt. Solange die Arbeit getan wird, kann der Beschäftigte kommen und gehen, wann er will. Die Arbeitgeber versprechen sich dadurch zufriedenere, motiviertere und somit kreativere Mitarbeiter. Diese profitieren wiederum durch die größere Flexibilität – Familienleben oder der nächste Handwerkerbesuch können leichter in den Arbeitsalltag integriert werden. Das Stichwort ist Selbstbestimmung.

Work-Life-Balance vs. Work-Life-Blending

Work-Life-Balance ist bereits vielen ein Begriff. Es geht darum, dass Arbeits- und Privatleben ausgeglichen sein sollten, um die psychische und physische Gesundheit der Arbeitnehmer zu erhalten. Der ganz andere Ansatz des Work-Life-Blendings hingegen beschreibt das verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Durch mehr Mobilität und Flexibilität wird der Job in das Privatleben integriert und umgekehrt.

Gruppe Mitarbeiter schaut auf Laptop

Swarming – Überleben im Schwarm

Wer bestehen will muss mit den Besten arbeiten. Ein immer häufiger angewandtes Modell erzielt genau das. Mit interdisziplinären Teams aus firmeninternen und -externen Experten wird das Wissen aus verschiedenen Teilbereichen für den Erfolg eines gemeinsamen Projektes zusammengeführt – das heißt dann Swarming. Solche Gruppen können durchaus auch in virtuellen Teams zusammenkommen, wenn geografische Entfernung es nicht anders zulässt. So können freie Arbeiter gleichzeitig in mehreren Projekten an verschiedenen Orten gleichzeitig aktiv sein.

Neue Technologien – Fluch und Segen

Flexibilität und Motivation – Klingt doch großartig! Tatsächlich sind mit Work-Life-Blending, Multitasking und Informationsfluten aber auch Stress und Überforderung verbunden. Immer neue Technologien stellen an Unternehmen und Mitarbeiter  immer höhere Anforderungen. Arbeitsprozesse, Mitarbeiterqualifikationen und Arbeitsbedingungen müssen fortlaufend angepasst werden.

Neue Technologien halten hier aber auch Lösungen bereit: Während sich Arbeitsabläufe verdichten, ermöglichen voranschreitende Entwicklungen in Geräte- und Softwareverknüpfungen immer kürzere Wege, Automatisierung von Routinetätigkeiten und Integration von einzelnen Arbeitsschritten. Ein gewisses Know-How ist dafür notwendig, erleichtert aber auch, mit der wachsenden Informationsflut zurecht zu kommen und mit rasanten Geschwindigkeiten Schritt zu halten.

Das fängt bei der Smartphone-App mit Zugriff auf firmeninterne Datenbanken an und endet bei immer mehr softwareübergreifenden Schnittstellen noch lange nicht. Auch im Hinblick auf die Gefahren des Work-Life-Blendings können beispielweise zeitliche Eingrenzungen von Email-Weiterleitungen Abhilfe schaffen – dann ist der Feierabend ab einer gewissen Uhrzeit garantiert.

Die Zukunft hält für den Arbeitsplatz nicht nur immer mehr Fortbildungsbedarf und Stress, sondern mithin auch Erleichterungen und Organisationshilfen bereit. Je intelligenter die Technologien werden, umso mehr können sie uns im Arbeitsalltag unter die Arme greifen. Die Verantwortung, Fortbildungsmöglichkeiten bereitzustellen und den Arbeitnehmern Auszeiten zu ermöglichen, liegt dabei vor Allem bei den Unternehmen selbst.