Digitale Transformation geknackt

03.04.19 von Jasmin

Digitale Transformation im Kern verstehen und sinnvoll einsetzen

Der Transformationsdruck wird immer größer. Viele Unternehmer haben bereits erkannt, dass es sich lohnt Geschäftsprozesse zu digitalisieren, um mit dem Wettbewerb mitzuhalten. Sind Sie auch soweit, sollten Sie sich zunächst bewusstmachen, was Digitale Transformation bedeutet und davon absehen, nur schnell zu digitalisieren, ohne Ihr Geschäftsmodell an technologische Möglichkeiten anzupassen. Was ist also der Kerngedanke der Digitalen Transformation? Und welche Kernpunkte sollten sie bei der Transformation Ihres Unternehmens beachten?

Digitale Transformation vs. Digitalisierung

Es gilt Digitalisierung von Digitaler Transformation zu unterscheiden. Während es bei Digitalisierung im unternehmerischen Hinblick vor allem darum geht, bisher analoge oder nur teildigitale Prozesse weitestgehend digital zu gestalten und zu automatisieren, umfasst die Digitale Transformation dabei ein weitaus langfristigeres und umfangreicheres Umdenken.

Digitale Transformation vs. Digitalisierung

Dort geht es darum, vor dem Hintergrund neuer technologischer Möglichkeiten Teile des Geschäftsprozesses oder eventuell sogar des gesamten Geschäftsmodells zu überdenken und völlig neu zu gestalten, statt alte analoge Lösungen einfach in ein digitales Kleid zu stecken. Obgleich technische Innovationen als treibende Kraft für die Digitale Transformation dienen, geht es bei ihr im Endeffekt also weniger um die Technologien an sich, als vielmehr um den Wandel der unternehmerischen Prozesse. Teil der Digitalen Transformation ist somit ein Umdenken auf der Führungsebene und mit der Neugestaltung des Geschäftsmodells gegebenenfalls auch eine Verlagerung der Verantwortlichkeiten im Management. So können Transformationsprojekte systematisch angegangen und bewusst gesteuert sowie Kompetenzen ausgebaut werden.

5 Kernpunkte der Digitalen Transformation

Für Herangehensweisen an die Digitale Transformation gibt es mittlerweile zahlreiche Ansätze. Dabei sind ihnen meist diese fünf Kernpunkte gemein:

1. Zunächst bietet es sich in der Regel an, für den Transformationsprozess ein überschaubares Team zusammen zu stellen, dass die Organisation der einzelnen Transformationsschritte überwacht und vorantreibt. Die Mitglieder sollten dabei eine gewisse Expertise im technologischen wie im betriebswirtschaftlichen und fachspezifischen Bereich mitbringen. Der Leiter eines solchen Teams wird dann häufig als CDO (Chief Digital Officer) bezeichnet.

2. Vor Überlegungen um eine Transformation der Geschäftsprozesse ist es selbstverständlich sinnvoll eine Bestandsaufnahme zu machen: Welche Prozesse sind derzeit vorhanden und wie läuft die Wertschöpfung im Unternehmen ab? Wo sind bereits digitale Ansätze vorhanden? Das umfasst nicht nur bestehende IT-Systeme, sondern auch allgemeine Strukturen, Kulturen und vorhandene bzw. fehlende Kompetenzen im Unternehmen.

3. In einem nächsten Schritt werden Ziele einer Transformationsstrategie formuliert, wie beispielsweise Einsparungen im zeitlichen, finanziellen oder räumlichen Faktor oder Steigerungen in der Qualität. Zudem müssen Ideen entwickelt werden, wie mit digitalen Transformationen andere Geschäftsfelder erschlossen, weiterentwickelt oder verbessert werden können, dabei geht der Trend vor allem zu kundenzentrierten Maßnahmen. Als Basis dafür eignet sich die Auseinandersetzung mit Best Practices anderer Unternehmen, ebenso wie interne Ideen.

4. In der Regel stehen erstmal viele Optionen offen. Statt direkt darauf los zu transformieren, ist es sinnvoll die verschiedenen Möglichkeiten abzuwägen, geeignete Kombinationen zu finden und bestimmte Maßnahmen zu priorisieren. Dafür gibt es mittlerweile zahlreiche Methoden, wie beispielsweise Scoring-Tabellen.

5. Steht das Konzept, gilt es die Umsetzung zu planen, also Zeitfenster festzulegen und Budgets zu kalkulieren.

Risiken minimieren

Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen stellt sich eine Digitale Transformation häufig als große Herausforderung dar. Allgemeines Risikofeld der Transformation ist zum Beispiel die Unterschätzung der Digital Governance. Diese umfasst zum einen ein gewisses Leitbild für die Herangehensweise an digitale Veränderungen im Unternehmen, wie es sich ohnehin in der Transformationsstrategie wiederfinden sollte. Zum anderen werden hier die Verantwortlichkeiten geregelt. Die Bedeutung eines strukturierten und klar gesteuerten Vorgehens für die Digitale Transformation bleibt also zu betonen. Nicht selten treffen umfassende Veränderungen im unternehmerischen Ablauf auf Skepsis bei den Mitarbeitern. Deren Unterstützung ist allerdings von enormer Bedeutung für den Erfolg des Unternehmenswandels. Eine überzeugte Haltung und klare Bekenntnisse aus der Geschäftsführung sind hier essenziell wichtig.

Gerade mittelständische Unternehmen sollten sich bewusst machen, was eine Digitale Transformation bedeutet und anerkennen, dass eine schlichte Digitalisierung unangepasster Geschäftsabläufe und -modelle nicht zum gewünschten Ergebnis führen kann. Ein zielgerichtetes Vorgehen und wirtschaftliches Abwägen der Investitionen geht damit einher. Ressourcen sollten dort investiert werden, wo sie sich auszahlen. Die Realisierung von Projekten voran zu stellen, mit denen zunächst schneller deutliche Gewinne erzielt werden, kann wiederum bei der Finanzierung hilfreich sein. Gleichzeitig kann man Skeptiker überzeugen und das Team erreicht schnell erste motivierende Erfolgserlebnisse.

Digitale Transformation und CRM

Wie zuvor bereits angedeutet, finden sich im Trend zur Digitalen Transformation durchaus einige Komponenten des Customer-Relationship-Managements (CRM) wieder. Geschäftsprozesse sollen erleichtert werden und das häufig mit dem Ziel mehr Zeit direkt auf den Kunden fokussieren zu können. Von daher lohnt es sich durchaus, die beiden Management-Maßnahmen aufeinander wirken zu lassen. Eine CRM-Strategie (Link?) sowie die Einführung eines entsprechenden Systems können so in der Transformations-Strategie eingebettet werden und gleichzeitig bei der Fokussierung auf Ziele und Projekte unterstützen.

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