Cloud-Computing

03.04.19 von Jasmin

Was Sie über die technischen Grundlagen des Cloud-Computing wissen müssen

Von der Cloud hat mittlerweile jeder schon mal gehört. Was genau dahinter steckt ist für viele aber immer noch ähnlich gut zu greifen, wie die echte Wolke. Daher erklären wir hier einfach und kurz die technischen Grundlagen des Cloud-Computing.

Cloud-Computing aus Nutzersicht

Als klassischer Nutzer müssen Sie sich zunächst erstmal keine Gedanken darüber machen, was hinter Ihrem Cloud-Service steckt. Sinn und Zweck derartiger Angebote ist es in der Regel, dass der Cloud-Hoster, also der Bereitsteller des Service, sich darum kümmert, beispielsweise Ihre CRM-Software jederzeit für Sie bereit zu stellen. Sie müssen sich dann lediglich um eine Internetanbindung sorgen und zahlen, was Sie an Software, Speicherplatz oder Rechenleistung in Anspruch genommen haben.

Für den Cloud-Hoster steckt hinter der Cloud-Infrastruktur allerdings mehr als nur die bereitgestellten Anwendungen, auf die Sie schließlich zugreifen. Stattdessen ist die Technologie hinter der Cloud selbst auf einen komplexen Grundstock an Hard- und Software angewiesen.

Cloud-Infrastruktur

Der Name Cloud beschreibt im Grunde einen Serververbund (Cluster), der wie ein einziger Server für Sie arbeitet. Ihr Rechner kommuniziert also nicht mit einzelnen Rechnern, sondern mit einer abstrakten, riesigen Rechenmaschine – einer Wolke aus Servern sozusagen. Diese dient dann als Zieladresse für die Anfragen ihres Rechners, wenn Sie beispielsweise Kundendaten über Ihre CRM-Software abfragen. Die Bearbeitung der gegebenenfalls parallel eingehenden Anfragen – zum Beispiel wenn mehrere Nutzer gleichzeitig auf die Cloud zugreifen – wird dann automatisch so aufgeteilt, dass die einzelnen Server des Clusters optimal ausgelastet sind. So kommt es nicht zu Überlastungen und die Anfälligkeit für Ausfälle wird minimiert: Im Zweifel übernimmt ein anderer Server die Verarbeitung der Anfragen oder stellt Speicherplatz bereit.

Cloud CRM System

Teil so einer Cloud sind als Hardware also Server, Netzwerkkomponenten und Speichersysteme. Zudem benötigt es Verbindungen zwischen diesen einzelnen Rechenzentren (Data Center Interconnect, DCI). Mit einer entsprechenden Software werden die Geräte des Clusters dann betrieben und nach Bedarf skaliert sowie nachgehalten welche Leistungen beim Cloud-Nutzer abgerechnet werden müssen.

Dazu sitzt auf der Serverhardware eine sogenannte Virtualisierungsschicht. Die Virtualisierung ist Basis des Cloud-Computings, denn dadurch werden Softwaredienste und Anwendungen von der Hardware getrennt. Das heißt, dass sie nicht mehr an einen expliziten Rechner gebunden sind, sondern dem abstrakten Cloud-Rechnerverbund zur Verfügung stehen. Somit können sie je nach Bedarf über jeden Rechner des Clusters verarbeitet werden. Auf diese Weise werden die Rechnerleistungen und Speicherkapazitäten des gesamten Verbunds gepoolt und effizient genutzt. Spezielle Verwaltungsanwendungen sorgen dabei für einfaches Management, Sicherheit und die Regelung der Schnittstellenzugriffe. Weitere Anwendungen gewährleisten, dass der Cloud-Service auch bei Wartungen oder Updates zur Verfügung steht.

Cloud-Arten

Geliefert wird der Cloudservice dann exklusiv für Sie allein (Private Cloud), als geteilte Cloud mit anderen Nutzern (Public Cloud), für einen kleinen Nutzerkreis, zum Beispiel in ihrer Firma, (Community Cloud) oder als individuelle Kombination aus mehreren Liefermodellen (Hybrid Cloud). Zudem kann auch ein Bereich auf einer prinzipiell öffentlichen Cloud virtuell abgeschottet werden (Virtual Private Cloud). Die Wahl richtet sich zumeist nach dem Sicherheitsstandard, den Sie für die behandelten Daten benötigen.

Auch nach den Leistungen, die Sie über die Cloud beziehen, kann differenziert werden: SaaS (Software-as-a-Service) beinhaltet den Zugriff auf eine Software, die der Anbieter über einen Cloud-Zugriff bereitstellt. PaaS (Platform-as-a-Service) beinhaltet eine Umgebung zum Aufsetzen einer Software und Iaas (Infrastructure-as-a-Service) liefert eine komplette Server-Infrastruktur. Sind alle Ebenen umfasst ist die Rede von XaaS (Anynthing-as-a-Service).

Vorteile von Cloud-Computing

Die Vorteile von Cloud-Computing für ein Unternehmen sind vielseitig. Sie zahlen nur das, was Sie auch nutzen. Benötigen Sie mehr Rechenleistung oder Speicherplatz, lässt sich dies mit der Cloud einfach skalieren. Sie benötigen kein extra Personal, dass sich mit Software-Lizenzen oder Server-Infrastruktur beschäftigt. Alles in allem reagieren Sie schneller und flexibler bei reduzierten Kosten.

Insbesondere bei der Nutzung von CRM Software eröffnen sich zusätzliche Vorteile. Beispielsweise ist keine Installation der Software auf den Endgeräten erforderlich. So haben Ihre Mitarbeiter unabhängig von ihren Endgeräten an jedem Ort Zugriff auf Ihre CRM-Daten. Auch die grundsätzliche Einführung des CRM-Systems stellt sich viel einfacher und schneller dar, weil nicht extra Hardware und Server-Lizenzen beschafft werden müssen.

Lesen Sie genaueres zu dem Nutzen eines Cloud-CRM-Systems. 

Grafik Erklärung CRM2Host Umfang zu Cloud Computing